{"id":669,"date":"2025-01-25T09:29:45","date_gmt":"2025-01-25T08:29:45","guid":{"rendered":"https:\/\/zukunftmeistern.at\/?p=669"},"modified":"2025-01-25T09:29:45","modified_gmt":"2025-01-25T08:29:45","slug":"generationen-im-talk","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kaifittr.uber.space\/?p=669","title":{"rendered":"GENERATIONEN\u00a0IM TALK"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"has-manrope-font-family\"><strong>\u201eJunge Menschen sind nicht faul!\u201c<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-manrope-font-family has-medium-font-size\"><em>Wenn sich der 64-j\u00e4hrige Wirtschaftskammerpr\u00e4sident mit dem 21-j\u00e4hrigen Schulsprecher unterh\u00e4lt, k\u00f6nnte man einen Generationenkonflikt erwarten. Es kann aber auch ganz anders kommen.<\/em><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-1 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex\">\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img decoding=\"async\" data-id=\"684\" src=\"https:\/\/zukunftmeistern.at\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/Herk_Lukas5-2-768x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-684\"\/><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img decoding=\"async\" data-id=\"680\" src=\"https:\/\/zukunftmeistern.at\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/Herk_Lukas2-1-723x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-680\"\/><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img decoding=\"async\" data-id=\"682\" src=\"https:\/\/zukunftmeistern.at\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/Herk_Lukas6-1-768x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-682\"\/><\/figure>\n<\/figure>\n\n\n\n<p class=\"has-manrope-font-family has-small-font-size\"><strong>DIE EINLADUNG<\/strong>&nbsp;zum Generationengespr\u00e4ch haben der <strong>Wirtschaftskammerpr\u00e4sident Josef Herk<\/strong> und der <strong>Schulsprecher der Berufsschulen, Lukas Drozdovsky, <\/strong>sofort angenommen. Nicht zuletzt, um mit Vorurteilen gegen \u201edie Jugend\u201c aufzur\u00e4umen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-manrope-font-family has-small-font-size\"><strong><em>Was braucht es f\u00fcr Sie pers\u00f6nlich, um sagen zu k\u00f6nnen: Das macht mich in meinem Job zufrieden und gl\u00fccklich?<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-manrope-font-family has-small-font-size\"><strong><em><br><\/em>Josef Herk\u00a0\u2022\u00a0<\/strong>Ich glaube, das beginnt einmal bei einer entsprechenden Aufgabenstellung und Verantwortung, die man bekommt, und dass man die Kompetenz hat, Dinge umsetzen zu k\u00f6nnen. Das w\u00e4ren f\u00fcr mich die Grund- voraussetzungen f\u00fcr einen guten Job. Dazu braucht es nat\u00fcrlich Aufgaben oder Ziele, die auch erreichbar und realistisch sein m\u00fcssen.<br><strong>Lukas Drozdovsky \u2022\u00a0<\/strong>Ich w\u00fcrde da ankn\u00fcpfen, dass man die Kompetenz, die man hat, auch einsetzen kann und sich nicht als f\u00fcnftes Rad am Wagen f\u00fchlt. Ein gutes berufliches Umfeld geh\u00f6rt dazu, in dem man nicht die besten Freunde sein muss, aber respektvoll miteinander umgeht. Und in dem der Vorgesetzte Fehler anspricht und zwar so, dass man sich diese selbst gut eingestehen und die Situation verbessern kann.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-media-text is-stacked-on-mobile\" style=\"grid-template-columns:45% auto\"><figure class=\"wp-block-media-text__media\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/zukunftmeistern.at\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/Herk_Lukas5-1-768x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-677 size-full\"\/><\/figure><div class=\"wp-block-media-text__content\">\n<p class=\"has-small-font-size\"><em>Josef Herk ist Unternehmer, Interessensvertreter und seit 13 Jahren Pr\u00e4sident der Wirtschaftskammer Steiermark. Er absolvierte die HTBLA Steyr und legte die Meisterpr\u00fcfungen als Karosseriebauer und Kraftfahrzeugmechaniker ab. In Knittelfeld f\u00fchrt Herk eine Karosseriewerkstatt, dort bildete in seiner Laufbahn schon viele junge Menschen aus. Auf die Frage, woran sich f\u00fcr ihn beruflicher Erfolg messen l\u00e4sst, antwortet er mit einem Zitat des Musikers Joey Kelly. Dessen Vater sagte zu ihm: \u201eDer Hut l\u00fcgt nicht.\u201c Hat der Stra\u00dfenmusiker am Abend einen leeren Hut, war er einfach nicht gut genug. Herk: \u201eDa helfen keine Ausreden, da muss man an sich arbeiten.\u201c<\/em><\/p>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<p class=\"has-manrope-font-family has-small-font-size\"><strong><em>Wie sehen Sie die Arbeitsmoral der jungen Menschen, Herr Herk?<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-manrope-font-family has-small-font-size\"><strong><em><br><\/em>J H<\/strong>\u00a0<strong>\u2022\u00a0<\/strong>Da m\u00f6chte ich gleich mit dem Vorurteil aufr\u00e4umen, dass die j\u00fcngere Generation nicht arbeiten will. Auch in meiner Jugend gab es Leute, die nicht wollten. Es gibt immer einen gewissen Prozentsatz, der leistungsfern ist. Prinzipiell ist die Jugend bereit zu arbeiten, wenn sie Sinn in dem sieht, was sie tut, wenn die Aufgabe passt, das Umfeld, die sozialen Kontakte und das Miteinander. Und die Leistung muss sich auch vom Geld her bezahlt machen. Das wollen die meisten, wobei es immer noch Menschen gibt, die sich mit Teilzeitjobs und Transferleistungen durchs Leben schlagen. Das ist f\u00fcr mich eine leistungsfeindliche Politik, die ich ablehne. Aber wenn die genannten Faktoren zusammenpassen, bin ich zutiefst \u00fcberzeugt, dass die Jugend genauso begeistert ihre Leistungen erbringt, wie das schon immer der Fall war.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-manrope-font-family has-small-font-size\"><strong><em>Also ein Pl\u00e4doyer f\u00fcr die Jugend?<\/em><\/strong> <\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-manrope-font-family has-small-font-size\"><strong>J H<\/strong>\u00a0<strong>\u2022\u00a0<\/strong>Die Jugend ist nicht faul. Dass sie aufm\u00fcpfig ist, haben schon die alten Griechen gesagt. Einen Sinn im Job zu erkennen, finde ich heute noch wichtiger als zu meiner Zeit, nachdem die Familienverb\u00e4nde, die immer Halt gaben, nicht mehr \u00fcberall vorhanden sind. Somit ist der Arbeits- platz oder die Lehre auch oft Familienersatz.<br><strong>L D<\/strong>\u00a0<strong>\u2022\u00a0<\/strong>Auch ich w\u00fcrde dieses Vorurteil, dass die Jungen nicht arbeiten wollen, nicht best\u00e4tigen. Was sich vielleicht ver\u00e4ndert hat, ist das Bild, das junge Menschen \u00fcber Soziale Medien erfahren, sozusagen die Anleitung f\u00fcr schnelles Geldverdienen mit Nichtstun. Das ist unrealistisch, weil am Beginn von etwas Neuem muss man sich nun einmal durchbei\u00dfen und durchk\u00e4mpfen. Von heute auf morgen geht gar nichts. F\u00fcr mich ist auch wichtig, zu erw\u00e4hnen, dass sich die Lebenschancen deutlich ver\u00e4ndert haben. Die Jugend wirkt reifer, aber ist sie es auch? Obwohl sie \u00e4lter ausschauen, zum Teil Bart tragen und rauchen, sind sie noch sehr junge Menschen, von denen aber eben aufgrund ihres \u00e4lteren Aussehens reifere Entscheidungen verlangt werden. Das erzeugt Druck. Wenn die erste Lehrlingsentsch\u00e4digung mit, sagen wir, 600 Euro daherkommt, kommt das n\u00e4chste Problem, weil es meist zu wenig ist, weil man Prestigedinge haben will. Daraus entsteht dann m\u00f6glicherweise das Bild, dass junge Menschen nicht arbeiten, sondern nur konsumieren wollen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-manrope-font-family has-small-font-size\"><strong><em>Das Haben-wollen ist ja nicht nur ein Problem bei Jugendlichen. Zuletzt zeigten ja auch die Wahlen, dass eine gro\u00dfe Unzufriedenheit in der Bev\u00f6lkerung ist, obwohl wir uns doch viel leisten k\u00f6nnen. Das geh\u00f6rte doch auch einmal gesagt, oder? Wer m\u00fcsste da auf den Tisch hauen und das Positive hervorheben?<\/em><\/strong> <\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-manrope-font-family has-small-font-size\"><strong>J H<\/strong>&nbsp;<strong>\u2022&nbsp;<\/strong>Also zuerst einmal sind f\u00fcr die Jugendlichen und die Kinder die Eltern verantwortlich. Ich m\u00f6chte klipp und klar festhalten: Meinen Zugang zum Leben, meine Einstellung zur Arbeit, meinen Umgang mit Geld, das habe ich von meinen Eltern mitbekommen. Unsere Gesellschaft neigt schon dazu, vieles weiter zu delegieren, sei es an die Schule, die Ausbildung oder wohin sonst auch immer. Hier geht es um Bewusstsein und das ist f\u00fcr mich das Wesentlichste in der Phase des Erwachsenwerdens. Wenn man auch noch sieht, die Eltern bringen Einsatz, sie leisten was, ist das ein guter Anfang. Da merke ich in vielen Bereichen ein gro\u00dfes Manko. Und dieses negative Weltbild wird an die Kinder weiter projiziert. (Zu Lukas gewandt) Du wirst das bei deinen Eltern auch mitbekommen haben, dass nichts geht, ohne dass man die \u00c4rmel hochkrempelt? <\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-manrope-font-family has-small-font-size\"><strong>L D<\/strong>&nbsp;<strong>\u2022&nbsp;<\/strong>Meine Eltern sind Zuwanderer aus Bosnien, sie haben gef\u00fchlt rund um die Uhr gearbeitet, damit wir ein gutes Leben haben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-manrope-font-family has-small-font-size\"><strong><em>Lukas, du hast lange Zeit in der Profiliga Basketball gespielt, hast sogar ins Nationalteam hineingeschnuppert. Dann bekamst du gesundheitliche Probleme und h\u00f6rtest auf. Wie hast du dich immer motiviert?<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-manrope-font-family has-small-font-size\"><strong><em><br><\/em>L D<\/strong>&nbsp;<strong>\u2022&nbsp;<\/strong>Eigentlich wollte ich ja Fu\u00dfballer werden. Mein Vater war Kampfsporttrainer, er sagte zu mir und meinem Zwillingsbruder, er wolle nicht, dass unsere sch\u00f6nen Gesichter darunter leiden (schmunzelt). In der Schule spielten mein Zwillingsbruder und ich Handball, das war auch nicht das Richtige. Unser Vater fragte dann: Und Basketball? Davon war ich begeistert, weil ich nicht immer nur daheim herum- sitzen wollte. Wir gingen gleich Schuhe kaufen und ich ging zum ersten Training. Die n\u00e4chsten Jahre habe ich nur f\u00fcr Basketball gelebt. Ich habe nach dem Aufstehen an Basketball gedacht und beim Schlafengehen. Das war eine sch\u00f6ne Zeit f\u00fcr mich. Insofern finde ich schade, dass so wenige Kinder und Jugendliche motiviert sind und sich nur f\u00fcr das neueste Handy oder die Playstation interessieren. Darum war ich auch bei der Gr\u00fcndung des Vereins \u201eBerufsvision\u201c beteiligt, weil wir an die Kraft der Bildung glauben und daran, die Zukunft aktiv zu gestalten.<br><strong>J H<\/strong>&nbsp;<strong>\u2022&nbsp;<\/strong>Dazu muss das famili\u00e4re Umfeld passen. Junge Men- schen brauchen den Familienverband oder Bezugspersonen, sie brauchen Stabilit\u00e4t, um sich entwickeln zu k\u00f6nnen. Auch wir hatten in unserer Kindheit und Jugend verr\u00fcckte Ideen, auch ohne Playstation, ich denke, das liegt in der Natur. Aber es macht einen Unterschied, ob man daheim einen Vater hat wie du, der sagt: Komm, gehen wir Schuhe kaufen und dann spielst du Basketball. Das ist wirklich Gl\u00fcck. Das haben halt nicht alle. Im Prinzip aber haben die meisten jungen Menschen dieselben W\u00fcnsche: ihr Leben zu gestal- ten, etwas zu tun, woran sie Freude haben, integriert zu sein, soziale Kontakte zu haben und sich auszutauschen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-manrope-font-family has-small-font-size\"><strong><em>Lukas, was w\u00fcrdest du deinen Mitsch\u00fclern mit auf den Weg geben wollen?<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-manrope-font-family has-small-font-size\"><strong>L D&nbsp;\u2022&nbsp;<\/strong>Dass man selbst Verantwortung \u00fcbernehmen soll, weil Probleme wird es immer geben. Ich bin sehr oft mit Ausreden konfrontiert, etwa, dass die Lehrer Schuld am schulischen Misserfolg sind. Ich bin auch der Meinung, dass das famili\u00e4re Umfeld wichtig ist, die Stabilit\u00e4t, die man idea- lerweise dort erf\u00e4hrt. Als wichtig sehe ich auch die F\u00e4higkeit, stehenzubleiben, eventuell einen Schritt zur\u00fcckzumachen, um zu sehen, wie ich etwas besser machen h\u00e4tte k\u00f6nnen. Auch gute Aufkl\u00e4rung ist f\u00fcr mich eine sehr wichtige Sache. Um ein aktuelles Beispiel zu nennen: Statt den Kindern in der Schule die Handys wegzunehmen, woraus nur folgt, dass der Drang, es wiederzubekommen noch viel gr\u00f6\u00dfer wird, sollte man besser \u00fcber die Handynutzung und \u00fcber die Digitalisierung aufkl\u00e4ren und versuchen, sie positiv zu nutzen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-manrope-font-family has-small-font-size\"><strong><em>Welche Rolle spielt eigentlich die Lehre f\u00fcr die Pers\u00f6nlichkeitsbildung?<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-manrope-font-family has-small-font-size\"><strong>J H&nbsp;\u2022&nbsp;<\/strong>Eine gro\u00dfe, heute mehr denn je, weil eben viele Jugendliche dieses famili\u00e4re Umfeld, diesen R\u00fcckhalt, nicht mehr haben. Deshalb wird das betriebliche Umfeld f\u00fcr die jungen Leute zu einer wesentlich st\u00e4rkeren Bezugsebene. Wir Unternehmer merken auch, dass es da Themen zu bearbeiten gibt, die fr\u00fcher wahrscheinlich in der Familie besprochen wurden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-manrope-font-family has-small-font-size\"><strong><em>Lukas, du warst schon \u00e4lter, als du mit der Lehre begonnen hast. Wo unterscheidet sich f\u00fcr dich die Schule von der Lehre?&nbsp;<\/em><\/strong> <\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-manrope-font-family has-small-font-size\"><strong>L D<\/strong>&nbsp;<strong>\u2022&nbsp;<\/strong>In der Schule ist alles geregelt. Schon Anfang des Jahres ist der Stoff einsehbar und du hakst ab, was du gemacht hast. Das ist in der Berufsschule auch so. Eine Lehre ist komplett anders, das ist ein gro\u00dfer Schritt in die Selbst\u00e4ndigkeit. Du hast Kontakt mit Kunden und musst aus dir rausgehen, du musst Gespr\u00e4che f\u00fchren k\u00f6nnen, du entdeckst dazwischen neue Themen, die dich interessieren. Du verdienst dein Geld, kannst es selbstst\u00e4ndig verbrauchen oder veranlagen. F\u00fcr mich ist die Arbeitswelt deshalb so faszinierend, weil man immer weiterkommt und Neues lernt. Und selbst, wenn du stehenbleibst und einmal nicht weiterwei\u00dft, wirst du wieder dazulernen. Ich finde dennoch in diesem Alter wichtig, dass man Mentoren hat, jemanden, mit dem man \u00fcber alles reden kann. Es gibt ja so vieles, was dazukommt: eine Freundin, eine Mietwohnung, der Steuer- ausgleich. Ich k\u00f6nnte aber nicht sagen, dass die Lehre besser ist, das ist Typsache.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-media-text is-stacked-on-mobile\" style=\"grid-template-columns:44% auto\"><figure class=\"wp-block-media-text__media\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/zukunftmeistern.at\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/Herk_Lukas6-768x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-678 size-full\"\/><\/figure><div class=\"wp-block-media-text__content\">\n<p class=\"has-small-font-size\"><em>Lukas Drozdovsky ist Landesschulsprecher der Berufs- sch\u00fcler, er lernt den Beruf des K\u00e4lte- und Klimatechnikers. Eigentlich h\u00e4tte er seine sportliche Karriere im Basketball weiterverfolgen wollen, musste aber gesundheitsbedingt aufh\u00f6ren. Weil sich damals alles um den Sport drehte, vernachl\u00e4ssigte er das Gymnasium und entschied, einen Lehrberuf zu ergreifen. Er sieht sich damit erst am Beginn seiner Berufskarriere und kann sich gut vorstellen, einmal ein Studium dranzuh\u00e4ngen. Drozdovsky hat bei der Gr\u00fcndung des Vereins \u201eBerufsvision\u201c mitgewirkt. Das ist eine Interessensvertretung f\u00fcr Lehrlinge, in der Seminare abgehalten werden, Menschen zum Mitmachen aufgefordert und ein Angebot darstellt, um in einem gesch\u00fctzten Rahmen Themen besprechen zu k\u00f6nnen.<\/em><\/p>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<p class=\"has-manrope-font-family has-small-font-size\"><strong><em>Was br\u00e4uchte es, damit Menschen gern und mit Begeisterung arbeiten gehen?<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-manrope-font-family has-small-font-size\"><strong><em><br><\/em>J H\u00a0\u2022\u00a0<\/strong>Junge Menschen, die die Pflichtschulzeit absolviert haben, m\u00fcssen erst einmal sattelfest in den Kulturtechniken \u2013 Lesen, Rechnen, Schreiben \u2013 sein. Wenn nicht, muss das aufgeholt werden, wer das nicht beherrscht, ist im Leben abgestempelt. Junge Menschen brauchen jemanden an ihrer Seite, der sie auff\u00e4ngt, wenn sie einmal umfallen oder nicht mehr weiterwissen. Sie sollten Dinge ausprobieren k\u00f6nnen, aber wir als Gesellschaft sollten mehr Mut haben, zu sagen, wenn etwas nicht gut gelaufen ist. Manches Mal ist die Realit\u00e4t hart, und wer nicht schwimmen kann, wird ertrinken. Ich war auch kein Einsersch\u00fcler, meine drei Geschwister waren immer besser in der Schule. Das musste ich aushalten. Heute wirkt es schon etwas grotesk, wenn beim Skirennen alle Erste oder beim Kinderfu\u00dfball Tore nicht gez\u00e4hlt werden. Das in-Watte-Packen der Kinder bringt nichts, wenn die Realit\u00e4t drau\u00dfen eine ganz andere ist. Man muss sich sagen trauen: Du hast dich zwar bem\u00fcht, aber leider hat es nicht gereicht.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-manrope-font-family has-small-font-size\"><strong>L D<\/strong>&nbsp;<strong>\u2022&nbsp;<\/strong>Das sehe ich auch so. Vieles wird f\u00fcr Kinder verharmlost oder an sie angepasst, statt Dingen ihren Lauf zu lassen und zu sagen: Das hat nicht geklappt, vielleicht sind wir doch nicht so gut, wie wir dachten, vielleicht m\u00fcssen wir nochmal von vorne beginnen. Man ist damit zu Kindern und Jugendlichen nicht ehrlich, dabei ist f\u00fcr mich Respekt und Ehrlichkeit ganz zentral im Leben. Oft ist es ja so: Auch wenn ein Kind realisiert hat, dass es nicht sinnerfassend lesen kann, hei\u00dft es, \u201eAber du hast dich doch bem\u00fcht, sei doch nicht so streng zu dir!\u201c Besser w\u00e4re doch, zu sagen: \u201eEs ist ok, dass du dir da schwertust, aber jetzt schau, dass du weiterkommst.\u201c Und das geht, wenn man sich bem\u00fcht! Abgesehen davon: Auch wenn man nicht gern liest, die paar B\u00fccher, die in der Schulzeit Pflicht sind, kann man doch wirklich lesen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-2 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex\">\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img decoding=\"async\" data-id=\"679\" src=\"https:\/\/zukunftmeistern.at\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/Herk_Lukas1.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-679\"\/><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img decoding=\"async\" data-id=\"680\" src=\"https:\/\/zukunftmeistern.at\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/Herk_Lukas2-1-723x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-680\"\/><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img decoding=\"async\" data-id=\"682\" src=\"https:\/\/zukunftmeistern.at\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/Herk_Lukas6-1-768x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-682\"\/><\/figure>\n<\/figure>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201eJunge Menschen sind nicht faul!\u201c Wenn sich der 64-j\u00e4hrige Wirtschaftskammerpr\u00e4sident mit dem 21-j\u00e4hrigen Schulsprecher unterh\u00e4lt, k\u00f6nnte man einen Generationenkonflikt erwarten. 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